Die Suche nach Kohärenz: Wenn Verbindungen heilen…
Loves me loves me not rainbow, série Inflorescence © Aimée Hoving
Sonntag – Kulturtag: Seit Anfang Jahr gilt das neue Gesamttarifsystem, ein System, das zwei Konstrukte zusammenführt: Einzelleistungen und ambulante Pauschalen. Sobald eine Kombination von beiden besteht, gibt es ein komplexes Zusammenspiel. Diese Logik muss verstanden werden, nur so kann das Gesamttarifsystem weiterentwickelt werden.
Diese Suche nach Kohärenz und dem richtigen Zusammenspiel führt mich zum heutigen Kulturtipp: Die Ausstellung Binding Roots von Aimée Hoving in der focale in Nyon. Auch hier geht es um Verbindungen – allerdings auf einer zutiefst menschlichen Ebene.
Binding Roots - Geduld und Staunen verschmelzen im Herzen der künstlerischen Praxis von Aimée Hoving. Ihre beiden Serien "Inflorescence" und "Family Affair" spiegeln einen inneren Garten wider: Ein Ort, an dem persönliche Wandlung im Einklang mit der Natur geschieht und das Licht immer einen Weg findet.
Zwischen diesen Projekten zeichnet sich eine gemeinsame Reise ab, die gleichermassen pflanzlich wie menschlich ist: die Erfahrung von Zerbrechlichkeit als Grundbedingung unserer Existenz. Hoving erforscht, was weitergegeben wird, was sich verwandelt und was heilt.
Die Fotografie wird hier durch den bewussten Einsatz von Hand und Nadel erweitert und so zu einem Raum der Fürsorge. Risse und Leerstellen – gezeichnet durch Krankheit oder das Verstreichen der Zeit – werden nicht kaschiert, sondern gezähmt, offenbart und sublimiert. Die Schatten erhalten einen ganz eigenen Glanz und laden uns ein, unseren verletzlichen, vergänglichen und doch zutiefst lebendigen Anteil mit neuen Augen zu betrachten.
Die Ausstellung Binding Roots von Aimée Hoving kann bis am 5. April 2026 in der focale in Nyon besucht werden.