Die Vertikale der Freiheit: Wenn die Katze den Grundriss korrigiert…
Aus Catwalk Stories, Winterthur © Francisco PACO Carrascosa, Matthias Oberli
Sonntag – Kulturtag: Diese Woche hat H+ die letzten Anträge für die Weiterentwicklung des Gesamttarifsystems (TARDOC und ambulante Pauschalen) entgegengenommen; bei der FMH war dies bereits Ende März möglich. Nun hoffen alle Beteiligten, dass ihre Eingaben geprüft werden und bei der OAAT in die Weiterentwicklung einfliessen. Ziel ist es, innovative Behandlungsmethoden im Tarif abzubilden und ihn aktuell zu halten, damit er die medizinische Realität widerspiegelt.
Doch bei solchen komplexen Entwicklungen schleicht sich schnell der Verdacht ein, dass das eine oder andere Detail vergessen ging. Genau dieser Gedanke führt uns zum heutigen Kulturtipp, der garantiert ein Schmunzeln hervorruft: «Catwalk Stories». Dieses Buch handelt von der «Vertikale der Freiheit» – oder einfacher gesagt: was passiert, wenn die Katze den Grundriss korrigiert.
Man kennt sie, diese makellosen Visualisierungen zeitgenössischer Schweizer Architektur: Sichtbeton, präzise Schattenfugen und eine Lichtdurchflutung, die bis in den hintersten Winkel reicht. Doch in diesen sterilen Träumen fehlt fast immer ein entscheidendes Detail – die Türschwelle für das vielleicht wichtigste Familienmitglied der Schweiz. Während sich Architekten über die thermische Trennung von Balkonanschlüssen den Kopf zerbrechen, ignorieren sie konsequent die vertikale Logistik der rund 1,8 Millionen Katzen des Landes.
Genau hier setzt das Fotobuch «Catwalk Stories» (Edition Haus am Gern, 2026) an. Es ist eine ebenso charmante wie notwendige Hommage an die architektonische Anarchie, die dort entsteht, wo das Reissbrett aufhört und das Leben beginnt.
Den ganzen Beitrag kannst du auf sichbar.art lesen.
Catwalk Stories (ISBN 978-3-907350-40-9) kann direkt bei der Edition Haus am Gern oder im Buchhandel bezogen werden.