Netzwerk als Kraft: Kunst und Klarheit…
© Anniina Joki
Sonntag – Kulturtag: Die letzten Tage habe ich mich oft gefragt; was wäre, wenn ich nicht reagiert hätte. Ich habe mein Netzwerk genutzt, um die Situation meiner Mutter im Spital zu klären. Bis zum Moment, an dem sie mir gesagt hat, dass sie hässig sei. Etwas irritiert habe ich nachgefragt und Dinge erfahren, die ich nicht stehen lassen konnte. Wer mich kennt weiss, dass ich Dinge anspreche und nicht um den heissen Brei rede…
Am nächsten Morgen hatte ich ein Gespräch mit einem sehr verständnisvollen Stationsarzt und kurz darauf mit einer Pflegefachfrau der Station. Seither wurde meine Mutter von der Physiotherapie mehrfach mobilisiert, die Ernährungsberatung hat sie zweimal besucht, die Neurologin wurde einbezogen, die Medikamente angepasst und vor allem weiss meine Mutter was und warum etwas gemacht wird.
Am Ende geht es um Selbstbestimmung und darum, Unausgesprochenes sichtbar zu machen.
Diese Situation hat mir gezeigt wie wichtig ein gutes Netzwerk ist, deshalb ist mein heutiger Kulturtipp ein Besuch an der photo Schweiz. Eine Veranstaltung, an der man sein Netzwerk pflegen kann und vielleicht entdeckt man unter den vielen Arbeiten, eine wie "Oh Honey" von Anniina Joki.
Oh Honey (2025) ist Teil des Projekts "The Forbidden Fruits Project", das Fotografien von Vulven zeigt, die aus Obst und Gemüse gestaltet wurden. Die Serie spielt mit dem Ausdruck "Oh Honey", der gleichzeitig zärtlich und herablassend ist und die Widersprüche der Weiblichkeit widerspiegelt. Diese Arbeiten hinterfragen Tabus und regen zum Nachdenken darüber an, wie Kultur und Medien die Wahrnehmung von Weiblichkeit und Sexualität prägen.
Wer netzwerken will, kann mit etwas Glück von der Kooperation von sichtbar.art mit der photo Schweiz profitieren und zwei Eintritte für die Vernissage gewinnen. Einfach eine Mail an info@sichtbar.art schreiben.
Danke liebe Katharina, dass du zu meinem Netzwerk gehörst.