Welchen Blick hätte er? Dokumentation als Form der Liebe…

Tschernobyl, 2025 © Jens Krauer

Sonntag – Kulturtag: Heute wäre mein Vater 94 Jahre alt geworden. In Momenten wie diesen frage ich mich oft, welchen Blick er wohl heute auf unsere Gesellschaft werfen würde. Diese Suche nach einer ehrlichen Perspektive führt mich zu meinem heutigen Kulturtipp: Die Ausstellung «Streetphotography» von Jens Krauer im Haus der Fotografie in Olten.

Jens Krauer fängt das menschliche Dasein dort ein, wo es am unmittelbarsten ist – in den Menschenmengen von New York, Istanbul oder Hongkong. Mit einer tiefen Geduld verschmilzt er fast unbemerkt mit der Szenerie. Für ihn ist das Dokumentieren eine Form der Liebe, getragen von tiefem Respekt gegenüber seinen Motiven.

Besonders eindringlich sind seine Arbeiten aus Tschernobyl. An einem Ort, an dem sich die Reaktorkatastrophe in diesem Jahr zum 40. Mal jährt, halten seine Bilder die Stille und die vergangene Zeit fest. Es sind Aufnahmen, die den Alltag und die menschliche Existenz unverfälscht und intensiv zeigen.

Die Werkschau ist noch bis zum 22. März 2026 zu sehen. Dank einer Kooperation von sichtbar.art und dem Haus der Fotografie darf ich Eintritte vergeben. Bei Interesse schreibt mir einfach eine Mail an: info@sichtbar.art.

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