Ordnung im Chaos der Prioritäten: Typologien und visuelle Dialoge…
Aphrodite left, 2021 © Arpad Polgar
Sonntag – Kulturtag: Ich habe endlich das Thema für meine Transferarbeit definiert. Das Feedback von Andrea Belliger hat mich überrascht:
"Du behandelst ein super spannendes, innovatives, ambitioniertes und gesellschaftlich relevantes Thema. Über diese Thematik habe ich noch gar nie nachgedacht. Spannend finde ich die Verbindung von Umweltfaktoren, klinischen Daten und digitaler Entscheidungsunterstützung zur strategischen Steuerung psychiatrischer Versorgung. Das ist sehr zeitgemäss (Planetary Health)."
Das bedeutet: viel Schreibarbeit. Gleichzeitig warten andere Texte darauf, geschrieben zu werden, damit meine neue Homepage bald online gehen kann. Ich muss mit mir in einen Dialog treten und meine Prioritäten entsprechend setzen. Dieser innere Diskurs führt mich zum heutigen Kulturtipp, bei dem sich ebenfalls alles um den Dialog dreht: Die Ausstellung Sehnsucht und Nostalgie in der Galerie 94 in Baden.
Die kreative Erkundung von Arpad Polgar entspringt einem lebenslangen Bestreben, die komplexen Prozesse der Natur zu verstehen. Seine Faszination gilt den Zyklen der Metamorphose – dem stetigen Wechselspiel von Wachstum und Auflösung, von Erblühen und Zerfall.
In seiner künstlerischen Praxis nutzt Polgar die Fotografie als präzises Werkzeug zur systematischen Herauslösung von Typologien aus ihrem natürlichen Werden. Durch diese Zergliederung ermöglicht er eine zeitunabhängige Erforschung des Flüchtigen. In seinen Arbeiten vermengen sich Naturfragmente mit Artefakten von Malschichten zu neu konfigurierten Topografien und transfigurierten botanischen Anatomien.
Dieser Prozess ähnelt einem parallelen Metabolismus, der die ewigen Zyklen von Kontraktion und Expansion des Kosmos widerspiegelt – eine visuelle Ode an die Unermesslichkeit.
Die Arbeiten von Arpad Polgar stehen in der Ausstellung Sehnsucht – Nostalgie im Dialog mit Werken von Kim Schwanhaeusser. Am 28. März 2026, 15:00 Uhr findet ein Artist Talk statt. Die Ausstellung kann bis zum 25. April 2026 besucht werden.